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Kinder-Ergonomie

Wie wir uns halten, ist nur zum kleinsten Teil angeboren. Unsere Haltung ist gewohnheits- und trainingsabhängig und wird in der Kindheit erlernt. Innerhalb weniger Jahre werden unsere Kinder in ein überwiegend sitzendes Leben eingeführt: Schule, Hausarbeiten, Essen, Fernsehen, Autofahren.

Wer erinnert sich nicht, wie wir als Kinder mit dem Stuhl gewippt haben? Beim Zuhören oder Entspannen nach hinten - nach vorn beim Malen, Zeichnen und Schreiben am Tisch. Die Füße waren meist um die Stuhlbeine gewickelt oder man erreichte gerade noch mit den Zehenspitzen den Boden, um sich nach hinten schieben zu können. Und wer kann sich nicht an ungeduldige Erwachsene erinnern, die immer wieder meckerten: Sitz still! Sitz gerade! Kippel nicht so! Dabei kämpften sie gegen den natürlichen Bewegungsdrang - den sie wussten es nicht besser. Nichts belastet die Wirbelsäule mehr, als über längere Zeit ruhig zu sitzen - egal wie alt man ist. Und noch unbequemer ist es, wenn die Beine „haltlos“ in der Luft baumeln. Wir haben im wahrsten Sinne des Wortes keinen Boden unter den Füßen, sinken in uns zusammen, freie Atmung und Durchblutung sind gestört! Deshalb ist es wichtig, von Anfang an so zu sitzen, dass der Körper so wenig wie möglich belastet wird, mit anderen Worten: Natürlich sitzen.

Jedes Jahr, wenn Kinder zur Schule kommen, wächst der Bedarf an ergonomisch richtigen Stühlen. Denn Kinder im Einschulungsalter haben viele Jahre „Sitzenbleiben“ vor sich. Gerade deshalb ist es wichtig, sich gleich an gute Arbeitshaltungen zu gewöhnen. Wenn ein Kind natürlich und entspannt sitzt, führt das dazu, dass mehr Energie für seine Aufgaben übrig bleibt.

Eine Investition in gute Sitzmöbel ist daher ein Investition in Gesundheit und Wohlbefinden.